Häufige Fragen

Steuern Sie Ihr Steuer-Wissen – Hier  haben wir viele kostenlose Informationen für Sie zusammengestellt. Die FAQ (Frequently Asked Questions) liefern Ihnen ausführliche Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Thema Steuern sowie hilfreiche Informationen zu unserem Kanzlei-Betrieb. Nutzen Sie unsere kostenlose Wissens-Bibliothek. 

Kanzleifragen

Honorar … was kosten Ihre Leistungen?


Grundsätzlich ist unser Honorar gesetzlich nach der Grundsätzlich ist unser Honorar gesetzlich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) geregelt. Einzelabrechnung nach der Gebührenverordnung (StBVV) oder Fixpreisvereinbarung Als Mandant haben Sie die Wahl sich zu entscheiden. Entweder „klassisch“ nach der StBVV oder eine „Fixpreisvereinbarung“ für unsere Basisleistungen wie z. B. Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Beratungsintervalle oder Jahresabschlussarbeiten zu einem Festpreis. Zur Mandatsvereinbarung erhalten Sie eine Preisliste mit detaillierten Übersichten und zum gesamten Leistungsspektrum. Unsere Honorare sind transparent, nachvollziehbar und frei von unangenehmen Überraschungen. Wir unterbreiten Ihnen gerne, im Sinne der Transparenz, im Vorfeld ein Angebot.




Öffnungszeiten ... können wir auch außerhalb der Geschäftszeiten einen Termin vereinbaren?


Für vielbeschäftigte Menschen, die während der ganzen Woche stark eingebunden arbeiten, bieten wir Termine außerhalb der regulären Kanzleizeiten (nach Absprache) an.




Terminvereinbarung ... muss ich in jedem Fall vorher einen Termin vereinbaren?


Möchten Sie bei uns lediglich Unterlagen vorbeibringen oder abholen, ist hierzu keine Terminabsprache notwendig. Sie können dies gerne während hierzu keine Terminabsprache notwendig. Sie können dies gerne während Beratungsgespräch wünschen, bitten wir Sie vorab telefonisch oder über unseren Online-Terminkalender einen Termin zu vereinbaren.




Unterlageneinreichung ... kann ich meine Unterlagen auch elektronisch einreichen?


Natürlich! Unsere Mandanten nutzen unser informatives und mandantenfreundliches Mandantenportal mit einem echten Mehrwert! Nachrichten senden, chatten, Informationen, Vorlagen stehen unseren Mandanten jederzeit online zur Verfügung.
Unser Mandantenportal funktioniert via App, iPad oder Internet – völlig unkompliziert!
Selbstverständlich können Sie uns Ihre Unterlagen auch in Papierform zukommen lassen. Zudem ist es insbesondere im Bereich der Einkommensteuer erforderlich, bestimmte Nachweise gemeinsam mit der Steuererklärung in Papierform und im Original beim Finanzamt einzureichen.




Parkmöglichkeiten


kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich direkt auf unserem Grundstück.




Barrierefreiheit


Ein barrierefreier Eingang ist vorhanden.




unsere Arbeitsweise - digitale Zusammenarbeit


Als Mandantin oder Mandant vertrauen Sie uns persönliche Informationen an und erwarten, dass wir in Ihrem Sinn und Interesse handeln. Zu Recht! Je nach Fachgebiet bearbeitet eine spezialisierte Fachkraft Ihr Anliegen. Aus Qualitätsgründen verfahren wir nach dem 4-Augen-Prinzip. Zudem gehen die vorbereiteten Steuererklärungen und Jahresabschlüsse immer über den Tisch der Kanzleiinhaberin. Unser eigens dafür ins Leben gerufene Cloudsystem ist einzigartig und für Sie als Mandant kostenlos. Es verknüpft Software, Steuern, und Prozesse in einem Tool und ist 24/7 online via Internet, App oder Desktopanwendung verfügbar. Alles digital, alles aus einer Hand, immer griffbereit und immer einen Schritt voraus! Praktisches zeit- und kosteneffizientes Arbeiten durch perfekt angepasste, digitale Hilfsmittel.




Auszeichnungen


Wir wurden bereits mehrfach als Top-Steuerberater ausgezeichnet (FOCUS MONEY, Handelsblatt, exzellenter Arbeitgeber). Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnungendurch die bedeutendsten Wirtschaftsredaktionen Deutschlands! Ebenso wurden wir als eine der ersten Steuerkanzleien von der DATEV mit dem Zertifikat „Digitale Kanzlei 2019“ ausgezeichnet. Im deutschlandweiten Branchenvergleich der DATEV wurde uns somit eine exzellente Digitalisierungsquote und Digitalisierungsqualität bescheinigt. Über diese besonderen, objektiven Auszeichnungen freuen wir uns sehr und sehen dies als Ansporn unsere Führungsposition auch weiterhin zu behalten und auszubauen. Für Sie immer die beste Leistung und somit auch immer den besten Nutzen liefern zu können.




Hol- und Bringservice


In einem Radius von 30 km, rund um Westerstede, kommen wir gerne persönlich zu Ihnen und holen bzw. bringen Ihre vertraulichen Unterlagen. So sparen Sie Zeit und Wege. Sprechen Sie uns an!





Steuerberaterwechsel

Steueberaterwechsel... was benötigen Sie von mir?


Zu allererst benötigen wir die laufenden Belege und die letzte Saldenliste, um die laufende Buchhaltung fortführen und um die laufenden Steuern wie z. B. die Umsatzsteuervorauszahlung berechnen zu können.Darüber hinaus benötigen wir die Kontenausdrucke aller Firmenkonten für den Zeitraum des laufenden Geschäftsjahres bis zu jenem Geschäftsjahr zurückliegend, in dem der letzte Jahresabschluss erstellt worden ist. Ferner sind notwendig:

  • bei Gesellschaften der Gesellschaftsvertrag
  • sonstige wichtige Verträge wie Mietverträge, Leasingverträge, Kredit- und Darlehensverträge
  • die bisher erstellten Jahresabschlüsse
  • die Bescheide der Finanzbehörde des letzten Jahres
  • die Gewerbeberechtigung(en)/Gewerbeanmeldung(en)




Steuerberaterwechsel ... kann ich den Steuerberater einfach so wechseln?


Das ist jederzeit möglich. Sie allein entscheiden, wen Sie mit der Vertretung Ihrer steuerlichen Angelegenheiten beauftragen. Aufgrund des Berufsrechtes für Steuerberater ist der bisherige Berater verpflichtet bei Unternehmen die notwendigen Daten unproblematisch auf den neuen Berater zu übertragen, wenn keine offenen Gebührenrechnungen mehr bestehen. Beim Finanzamt wird eine von Ihnen unterschriebene Vollmacht eingereicht mit dem Namen des neuen Beraters, so dass auch dort die Information vorliegt. Bei reinen Einkommensteuerfällen überlassen Sie uns die Ihnen vorliegenden Unterlagen. Steuerberatung ist unser langjähriges Tagesgeschäft, so dass wir keine Probleme haben, uns in Ihre Situation hinein zu finden.





Allgemeines

Schätzungsbescheid vom Finanzamt ... muß ich trotzdem eine Steuererklärung abgeben?


Vielen glauben, dass sie durch die Schätzung der Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt von der Abgabe einer Steuererklärung befreit sind. Dies ist aber falsch! Sofern der Steuerpflichtige trotz Aufforderung des Finanzamtes die Steuererklärungen nicht einreicht, kann das Finanzamt schätzen. Diese Schätzung ersetzt jedoch nicht die Pflicht zur Abgabe der Erklärungen! Normalerweise orientiert sich die Schätzung des Finanzamts an den Einkünften der Vorjahre. Oft fallen Schätzungen jedoch höher als, als es der Realität entspricht. Dies soll den Druck auf den Steuerpflichtigen erhöhen, seine Steuererklärung fristgerecht abzugeben. Ergeht der Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, werden nach erfolgter Einreichung der Steuererklärung sämtliche Besteuerungsmerkmale noch berücksichtigt. Der Bescheid auf Grundlage der tatsächlichen Einkünfte geändert. Ergeht der Bescheid jedoch nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, kann der Steuerpflichtige nur innerhalb der einmonatigen Einspruchsfrist gegen den Schätzungsbescheid vorgehen. Tut er dies nicht und reicht seine Steuererklärung erst nach Ablauf der Einspruchsfrist ein, kann eine Änderung der geschätzten Beträge nur auf dem Weg der Änderungsvorschriften erfolgen, welche grundsätzlich zugunsten des Steuerpflichtigen nicht zum Tragen kommen, da dieser die verspäteter Abgabe verschuldete. Vermeiden Sie diese Situation durch fristgerechte Abgabe der Steuererklärung und legen Sie gegen diese Schätzungsbescheide Einspruch ein. Bedenken Sie dabei auch, dass Sie trotz Einspruch bis zum Erlass eines geänderten Bescheides die geschätzten Steuerbeträge zahlen müssen. Ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung, mit dem Sie die überhöhten Steuerforderungen des Finanzamtes auf Grundlage der Schätzungsbescheide aussetzen können, wird vom Finanzamt nur bei Abgabe der Steuererklärungen gewährt. Die Schätzung der Besteuerungsgrundlagen ist in der Regel auch mit der Festsetzung von Verspätungszuschlägen verbunden. Dies liegt im Ermessen des Finanzamts. Auch nach Einreichung der Steuererklärung bleiben diese Zuschläge oft bestehen.




Rentner ... müssen Rentner Steuern zahlen?


Viele Rentner in Deutschland fragen sich, ob Sie Steuern bezahlen müssen. Die Antwort: Es kommt darauf an.
Seit 1. Januar 2005 ist das Alterseinkünftegesetz in Kraft. Dieses regelt, dass Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung der nachgelagerte Besteuerung unterliegen. Allerdings müssen nicht alle Rentner Steuern auf Ihre gesamte Rente bezahlen. Wieviel der Rente Sie tatsächlich versteuern müssen, hängt vom Jahr Ihres Renteneintritts ab:

  • Wer 2005 und früher in Rente gegangen ist, muss 50 Prozent seiner Rente versteuern
  • ab 2006 sind 52 Prozent der Rente steuerpflichtig
  • ab 2007 sind es 54 Prozent und so weiter
  • ab 2040 muss die Rente zu 100 Prozent versteuern werden
Derzeit müssen Rentner also nur einen Teil der Rente versteuern (im Jahr 2016 sind dies 72%, im Jahr 2017: 74%). Der Teil der Rente, der nicht versteuert werden muss, wird Rentenfreibetrag genannt. Der Rentenfreibetrag richtet sich nur nach dem Renteneintritt und bleibt in den Folgejahren unverändert. Ob nun auf den steuerpflichtigen Teil der Rente Einkommensteuer zu entrichten ist, hängt davon ab, ob der Grundfreibetrag bei Summierung aller Einkünfte (zum steuerpflichtigen Teil der gesetzlichen Rente sind noch Einkünfte aus z.B. Betriebsrenten, einem Angestelltenverhältnis, einer selbständigen Tätigkeit, oder Vermietung einer Immobilie hinzurechnen) überschritten wird. Im Jahr 2016 lag der Grundfreibetrag für Ledige bei 8.652 EUR bzw. Verheirateten bei 17.304 EUR, im Jahr 2017 liegt der Grundfreibetrag bei 8.820 EUR bei Ledigen bzw. 17.640 EUR bei Verheirateten.




Steuer-Identifikationsnummer ... wo finde ich die?


Zur Modernisierung des Steuersystem hat die Bundesrepublik Deutschland Zur Modernisierung des Steuersystem hat die Bundesrepublik Deutschland hierdurch soll das Besteuerungsverfahren vereinfacht und Bürokratie abgebaut werden. Die Steuer-Identifikationsnummer wird die Steuernummer für den Bereich der Einkommensteuer künftig ersetzen. Diese bleibt ein Leben lang gültig und ändert sich auch nicht bei Umzug oder Heirat. Die Steuer-Identifikationsnummer ist eine 11-stellige Nummer. Künftig wir die Steuer-Identifikationsnummer neben der Besteuerung auch zu anderen Zwecken herangezogen, z.B. seit Anfang 2016 bei der Auszahlung des Kindergeldes. Sie können die Steuer-Identifikationsnummer an folgenden Stellen finden:

  • Einkommensteuerbescheid
  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Schreiben des Bundeszentralamt für Steuern bei der erstmaligen Erteilung der Steuer-Identifikationsnummer
  • Schreiben des Finanzamt im Oktober / November 2011 über die gespeicherten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM)
Sollten Sie die Nummer auf keinem dieser Unterlagen finden oder wurde Ihnen noch keine Steuer-Identifikationsnummer erteilt, so können Sie diese auf der Internetseite des Bundeszentralamts für Steuern unter der Adresse www.bzst.de beantragen. Klicken Sie hierzu auf der Startseite im Feld der meistgesuchten Begriffe auf "Steuerliche Identifikationsnummer" oder wählen Sie diesenBegriff in der Schnellsuche aus




Fristverlängerung ... kann für die Abgabe der Steuererklärung eine Fristverlängerung beantragt werden?


Das deutsche Einkommensteuergesetz sieht für die Abgabe der Steuererklärung den 31.05 des jeweiligen Folgejahres als spätesten Abgabetermin vor. Sofern ihre Steuererklärung von einem Steuerberater erstellt wird, so ist als Abgabetermin spätestens der 31.12. des Folgejahres maßgeblich. Eine darüber hinausgehende Fristverlängerung ist nur mit triftigem Grund möglich. Das Finanzamt hat allerdings das Recht, die Einkommensteuererklärung, die durch einen Steuerberater erstellt wird, auch bis zu einem Termin vor dem 31.12. des Folgejahres anzufordern. Dies liegt im Ermessen des Finanzamts, bedarf aber einer ausreichenden Begründung. Eine Vorabanforderung seitens des Finanzamts ohne ausreichende Begründung ist lt. BFH-Urteil vom 17.01.2017 – VIII R 52/14 rechtswidrig. (Für die Abgabe der Steuererklärung bei Landwirten bestehen besondere Regelungen) Neuregelung ab 2018
Ab dem Veranlagungszeitraum 2018 ändern sich die Abgabetermine für die Einkommensteuererklärung. Der Abgabetermin wurde um 2 Monate verlängert. Die Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2018 ist bis spätestens 31.07. des jeweiligen Folgejahres abzugeben. Bei Erstellung der Steuererklärung durch einen Steuerberater ist die Einkommensteuererklärung ab 2018 bis spätestens 28.02. des übernächsten Jahres abzugeben.




Finanzamt ... wie kommt meine Steuererklärung zum Finanzamt?


Grundsätzlich werden die Steuererklärungen von uns auf elektronischem Weg an das Finanzamt übermittelt. Zusätzlich dazu ist die Freigabe durch Sie erforderlich.




Steuerbescheid ... wie lange muß ich auf meinen Steuerbescheid warten?


Leider haben wir keinen Einfluss auf die Bearbeitungszeit beim Finanzamt. Erfahrungsgemäß ist mit einer Bearbeitungszeit von bis zu sechs Monaten zu rechnen. In weniger komplexen Fällen verkürzt sich die Bearbeitungszeit des Finanzamts erfahrungsgemäß auf sechs Wochen bis drei Monate.




Brauche ich überhaupt einen Steuerberater?


  • Wenn Sie alle steuerrechtlichen Vorschriften kennen und anwenden können,...
  • wenn Sie genügend Zeit haben, sich mit Steuern zu beschäftigen und nichts anderes zu tun haben,...
  • wenn Sie sich gern mit Finanzbehörden auseinandersetzen und alle Fristen einhalten können,...
  • wenn Sie in der Lage sind, Ihre Steuererklärung selbst auszufüllen und Ihren Steuerbescheid auch auf Richtigkeit zu prüfen...
...dann brauchen Sie selbstverständlich keinen Steuerberater. Eigene Fehler können zu erheblichen Steuermehrbelastungen und letztendlich zu Ordnungswidrigkeiten führen. Steuerberater haben eine bundeseinheitliche, anspruchsvolle staatliche Prüfung abgelegt. Durch ihre wertvolle Beraterleistung sparen Sie Steuern, Strafen, Zeit und Nerven. Leider ist es schwierig zu ermitteln, wieviel Steuern Sie durch einen Steuerberater sparen. Ihr Nutzen wird aber um ein Vielfaches größer sein.





Spezialisierungen

ärztliche Praxisgemeinschaften ... wir haben eine komplizierte Abrechnung. Haben Sie Erfahrung auf diesem Gebiet?


Ja, dank unserer Erfahrung und Spezialisierung sind wir mit den Gegebenheiten von Arztpraxen und Gemeinschaftspraxen bestens vertraut. Unser Knowhow ergänzen wir laufend durch in- und externe Fortbildungsmaßnahmen. Unsere Steuermandanten aus medizinischen und therapeutischen Berufen schätzen unseren ganzheitlichen Beratungsansatz.




Immobilien ... ich habe ein Mietshaus geerbt. Können Sie mich beraten, was steuerlich auf mich zukommt?


Die Beratung rund um die Immobilie ist einer unserer Kernkompetenzen. Hier sind viele steuerliche Besonderheiten zu beachten. Wir beraten Sie vorausschauend unter Berücksichtigung Ihrer steuerlichen Gegebenheiten und zeigen Ihnen auf, welcher Ansatz für Sie der günstigste ist.




Arzt ... ich bin Arzt. Kennen Sie sich mit den steuerlichen Besonderheiten aus?


Ein Großteil unserer Mandanten kommt aus dem Gesundheitsbereich. Wir sind mit den Besonderheiten vertraut und unser Know-How, speziell im Umsatzsteuerrecht für Gesundheitsberufe, wird sehr geschätzt. Wir zeigen Ihnen mögliche Handlungsempfehlungen auf. Auch bei Betriebsprüfungen profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung.





Buchführung

Buchführung ... welche Unterlagen benötigen Sie für die Erstellung der laufenden Buchhaltung?


Es ist zu unterscheiden, ob Sie ein Einnahmen-Überschuss-Rechner sind oder ob Sie buchführungspflichtig sind. Sind Sie ein Einnahmen-Überschuss-Rechner, müssen die Bankauszüge bzw. Kreditkartenauszüge getrennt nach Banken und Bankkonten bzw. Kreditkartenunternehmen chronologisch geordnet werden. Zu jedem Kontoauszug sind die betreffenden Ausgangs- und Eingangsrechnungen dazu zu sortieren. Ferner benötigen wir einen Ausdruck des Kassenbuches mit sämtlichen bar bezahlten Belegen, die ebenfalls chronologisch geordnet werden müssen. Sind sie buchführungspflichtig, ist die Sortierung wie bereits erläutert, vorzunehmen. Des Weiteren müssen die zum Monatsende offenen Ausgangsrechnungen getrennt von den Eingangsrechnungen chronologisch geordnet werden. Selbstverständlich können Sie uns die Unterlagen über die Mandantencloud zur Verfügung stellen.




Bewirtungskosten ... wie kann ich die steuerlich absetzen?


Bewirtungsaufwendungen sind dann als Betriebsausgaben abzugsfähig, wenn diese für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass nach der allgemeinen Verkehrsauffassung angemessen sind. Die Angemessenheit ist vor allem nach den jeweiligen Branchenverhältnissen zu beurteilen. Die Höhe und die betriebliche Veranlassung der Aufwendungen haben Sie als Steuerpflichtiger schriftlich nachzuweisen. Dabei müssen folgende Punkte aufgezeichnet werden: Ort, Tag, Geschäftspartner und Anlass der Bewirtung sowie Höhe der Aufwendungen. Wenn das Geschäftsessen in einem Restaurant stattgefunden hat, ist die Rechnung über die Bewirtung beizufügen. Neben der Rechnung genügen Angaben zu dem Anlass und den Teilnehmern (Geschäftspartner) der Bewirtung. Es können jedoch nicht die Bewirtungskosten in ihrer gesamten Höhe angesetzt werden, sondern es ist der Eigenanteil an den Bewirtungskosten pauschal mit 30% des Rechnungsbetrages netto als nicht abziehbare Betriebsausgaben wieder hinzuzurechnen. Hinsichtlich des Vorsteuerabzuges: Die Vorsteuer kann für betrieblich veranlasste Bewirtungskosten uneingeschränkt abgezogen werden. Die ursprünglich vorgesehene Beschränkung des Vorsteuerabzugs auf ebenfalls 70 % der Aufwendungen wurde vom Bundesfinanzhof als nicht EU-rechtskonform qualifiziert.




Belege ... ich möchte meine Belege nicht außer Haus geben. Welche Möglichkeiten bieten Sie an?


Kein Problem! Sie können Ihre Belege auch digital einreichen. Über einen geschützten Bereich, unserem Mandantenportal, scannen Sie die Belege ein, alles andere erledigen wir. So ist die Buchführung zeitnah und transparent – die Grundlage erfolgreicher Unternehmen.




Archivierung ... übernehmen Sie die Archivierung meiner Daten?


Gerne bieten wir Ihnen die Speicherung der Daten in unserem Rechenzentrum an. Auf diese Weise erfüllen Sie § 147 der Abgabenordnung, nach dem Finanzamt im Rahmen der Außenprüfung die Daten auf einem maschinell-verwertbaren Datenträger zur Verfügung zu stellen sind.





Lohn

Lohn ... was ist beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu beachten?


Urlaubs- und Weihnachtsgelder sind lohnsteuerpflichtig. Da sie nicht regelmäßig ausgezahlt werden, sind diese Sonderzahlungen als sonstige Bezüge zu behandeln. Anders als beim laufenden Arbeitslohn darf die abzuführende Lohnsteuer nicht der amtlichen Monatslohnsteuer-Tabelle entnommen werden, weil die Lohnsteuertabelle für Bezüge gilt, die monatlich wiederkehren. Eine Steuerberechnung nach der allgemeinen Lohnsteuertabelle würde z.B. bei einem Weihnachtsgeld von 1.000,00 EUR den „fiktiven“ Jahreslohn um 12.000,00 EUR erhöhen und damit würde eine deutlich höhere Belastung entstehen. Einmalzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden daher dem voraussichtlichen Jahresarbeitslohn hinzugerechnet und die Lohnsteuer für den Jahresarbeitslohn wird jeweils mit und ohne die sonstigen Bezüge aus der Jahreslohnsteuertabelle berechnet. Die Differenz daraus ist die auf das Urlaubs-/Weihnachtsgeld entfallende Lohnsteuer. Außerdem ist zwischen rentenversicherungspflichtigen und sonstigen Arbeitnehmern zu unterscheiden. Für rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer gilt die allgemeine Jahreslohnsteuer-Tabelle, für die sonstigen Arbeitnehmer die besondere Jahreslohnsteuer-Tabelle.




Lohn ... was sind steuerliche Sachbezüge?


Die Entlohnung eines Arbeitnehmers besteht normalerweise in Geldleistungen. Daneben kann sie auch (teilweise) in Form von Sachleistungen erfolgen.
Sachbezüge unterliegen wie Geldleistungen der Lohnsteuer. Die Bemessung der Sachbezüge erfolgt in Geld. Für die Bewertung ist zu unterscheiden zwischen:

Einzelbewertung
Bewertung nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung Durchschnittsbewertung
Die Einzelbewertung kommt dann zum Zug, wenn es sich nicht um die Bewertung eines Kfz handelt, das der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlässt, und auch nicht die Sozialversicherungsentgeltverordnung und die Durchschnittsbewertung Anwendung finden. Bei der Einzelbewertung sind die Sachbezüge einzeln und mit dem üblichen Endpreis (vermindert um übliche Preisnachlässe) am Verbrauchsort zu bewerten. Dies ist jener Preis, der im allgemeinen Geschäftsverkehr von Endverbrauchern in der Mehrzahl der Verkaufsfälle am Abgabeort für gleichartige Waren oder Dienstleistungen tatsächlich gezahlt wird. Dazu gehören auch die Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile.
Für die Berechnung des lohnsteuerpflichtigen Sachbezugs für Verpflegung, Unterkunft, Wohnung gelten sowohl für die Bemessung der Lohnsteuer als auch für die Sozialversicherung die Werte aus der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV). Sachbezüge, die der Arbeitnehmer im Rahmen seines Dienstverhältnisses erhält, sind bis zu einem Betrag von 1.080,00 EUR im Jahr steuerfrei (§ 8 Abs. 3 Satz 2 EStG). Unter den Rabattfreibetrag fallen Waren oder Dienstleistungen, die der Arbeitgeber nicht überwiegend für den Bedarf seiner Arbeitnehmer hergestellt, vertrieben oder erbracht hat und die nicht pauschal versteuert werden.




Lohn ... wie werden die "wichtigsten" Sachbezüge bewertet?


Dienstwagen Besteht für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, ein arbeitgebereigenes Kraftfahrzeug für Privatfahrten (dazu zählen auch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) zu benutzen, ist der Nutzungsvorteil monatlich pauschal mit 1 % des Bruttolistenpreises zuzüglich der werksseitig im Zeitpunkt der Erstzulassung eingebauten Sonderausstattungen zu bewerten (1 %-Methode). Kann der Wagen auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden, erhöht sich dieser Wert monatlich um 0,03 % des Listenpreises für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Im Ergebnis versteuert der Steuerpflichtige also in jedem Kalendermonat nach der Pauschalregelung 1 % des Listenpreises und bei einer einfachen Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von 20 km noch 0,6 % dazu. Alternativ besteht die Möglichkeit, den privaten Nutzungsanteil nach den tatsächlichen Kosten zu besteuern. Hierfür ist die Führung ordnungsgemäßen Fahrtenbuches notwendig. Betriebliche PCs und sonstige Kommunikationsgeräte Die private Nutzung betrieblicher Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräte sowie deren Zubehör durch den Arbeitnehmer sind unabhängig vom Verhältnis der beruflichen zur privaten Nutzung steuerfrei. Dies gilt auch für sonstige Grundgebühren oder laufende Kosten, die der Arbeitgeber trägt. (R 3.45 LStR 2013). Parkplatz Die Bereitstellung betriebseigener Parkplätze ist angesichts eines fehlenden Entlohnungscharakters kein steuerpflichtiger Sachbezug. Freie oder verbilligte Mahlzeiten Freie oder verbilligte Mahlzeiten stellen ebenfalls einen Sachbezug dar. Werden die Mahlzeiten durch eine vom Arbeitgeber selbst betriebene Kantine, Gaststätte oder vergleichbare Einrichtung abgegeben, ist der lohnsteuerpflichtige geldwerte Vorteil nach dem amtlichen Sachbezugswert der Sozialversicherungsentgeltverordnung zu bewerten. Dasselbe gilt, wenn Arbeitnehmern Mahlzeiten in fremden Gaststätten oder vergleichbaren Einrichtungen gereicht werden, mit denen der Arbeitgeber vertragliche Vereinbarungen getroffen hat (Barzuschüsse oder andere Leistungen). Gehaltsvorschüsse und Arbeitgeberdarlehen Gehaltsvorschüsse: Gehaltsvorschüsse stellen eine Vorauszahlung auf den Arbeitslohn dar. Vorschusszahlungen unterliegen im Zeitpunkt der Zahlung der Lohnsteuer. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Vorschuss als Abschlagszahlung gilt und die Ausnahmeregelung des § 39b Abs. 5 EStG zur Anwendung kommt. In diesem Fall ist die Vorschusszahlung bei der endgültigen Lohnabrechnung der Besteuerung zu unterwerfen und entsprechend Lohnsteuer abzuführen. Die Vorschusszahlung gilt zwar als zinsloses Arbeitgeberdarlehen, der Zinsvorteil würde Arbeitslohn darstellen (siehe unten). Es gilt hier allerdings die für Sachbezüge allgemein geltende Freigrenze von 44,00 EUR pro Kalendermonat (§ 8 Abs. 2 Satz 9 EStG). Arbeitgeberdarlehen: Das Arbeitgeberdarlehen selbst führt nicht zu einem Arbeitslohn. Gewährt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Darlehen aber zu günstigeren Konditionen als auf dem freien Markt, liegt in der Zinsersparnis ein geldwerter Vorteil, den der Arbeitgeber als geldwerten Vorteil anzusetzen hat.




Lohn ... bis wann muß ich spätestens einen neuen Mitarbeiter bei der Krankenkasse anmelden?


Neue Mitarbeiter sind grundsätzlich bei Beschäftigungsbeginn mit der ersten folgenden Entgeltabrechnung spätestens innerhalb von 6 Wochen nach dem Eintritt bei der Krankenkasse anzumelden, der der Mitarbeiter angehört bzw. die er gewählt hat.
Abweichend hiervon sind in bestimmten Branchen Anmeldungen zwingend spätestens bei Beschäftigungsaufnahme vorzunehmen (Sofortmeldungen). Dies gilt für folgende Branchen:

  • Baugewerbe
  • Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe
  • Personenbeförderungsgewerbe
  • Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbe
  • Schaustellergewerbe
  • Unternehmen der Forstwirtschaft
  • Gebäudereinigungsgewerbe
  • Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligen
  • Fleischwirtschaft
Ein Verstoß gegen die Meldepflicht kann mit einer Geldbuße geahndet werden.
Eine Anmeldung bei der zuständigen Krankenkasse ist vorzunehmen, unabhängig davon, ob der Beschäftigte in allen Zweigen der Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung) oder nur in einem davonversicherungspflichtig ist. Bei Anmeldung eines neuen Mitarbeiters sind folgende Angaben zu machen:
  • Name (Familienname)
  • Vorname (Rufname)
  • ggf. Namensvorsatz und Namenszusätze,
  • Titel
  • Straße und Hausnummer
  • PLZ und Wohnort
  • Land
  • Beginn der Beschäftigung,
  • Versicherungsnummer (aus dem Sozialversicherungsausweis)
  • Personalnummer (welche dem neuen Mitarbeiter vergeben wurde)
  • Grund der Abgabe der Meldung (Neuanmeldung)




Lohnbuchhaltung ... ab wann ist es sinnvoll die Lohnbuchhaltung außer Haus zu geben?


Löhne müssen stets korrekt und pünktlich abgerechnet werden. Dabei sind alle aktuellen gesetzlichen Änderungen zu berücksichtigen. Hier sollten Sie auf die Lohnexperten in unserer Kanzlei setzen. So haben Sie stets die Gewissheit, dass wir durch Fachliteratur und Seminare immer auf dem aktuellen Rechtsstand sind. Als besonderer Vorteil steht Ihnen Ihr Steuerberater immer für lohnsteuerliche Fragen zur Verfügung. Wir setzen uns erfolgreich für unsere Mandanten ein, gerne auch für Sie.




Lohnnebenkosten ... welche Möglichkeiten gibt es zur Einsparung als Arbeitgeber?


Die Lohnnebenkosten stellen für jeden Arbeitgeber eine große Belastung dar. Wir beraten dort, wo andere aufhören. Nach einem persönlichen Gespräch erarbeiten wir ein für Sie passendes Konzept.





Steuererklärung

PKW ... ich nutze meinen betrieblichen PKW auch privat. Was muß ich beachten?


Ein PKW muss zu mindestens 10% betrieblich genutzt werden, damit ein "betrieblicher PKW" vorliegt. Die private Nutzung eines Betriebs-PKWs muss der Besteuerung unterworfen werden. Dabei gibt es ertragssteuerlich verschiedene Möglichkeiten für die Ermittlung der privaten Nutzung: Fahrtenbuch-Methode 1%-Methode Schätzungs-Methode (ab 2006) Fahrtenbuch-Methode Hierzu muss für das komplette Jahr ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt werden. Die tatsächlichen Aufwendungen des PKWs (Abschreibung, Kfz-Steuer, Kfz-Versicherung, Reparaturen, Benzinkosten usw.) werden addiert und dann wird der Anteil für die privat gefahrenen Kilometer ermittelt. Beispiel Kfz-Kosten 10.000,00 € gefahrene Kilometer insgesamt 30.000 km, davon 15.000 km privat Es sind die 10.000,00 € Kosten durch 30.000 km zu dividieren und mit den privat gefahrenen 15.000 km zu multiplizieren.Die Kfz-Kosten pro gefahrenen Kilometer betragen 0,3333 €.Die private Nutzung beträgt somit netto 5.000,00 €.Das Fahrtenbuch muss laufend, lückenlos und fehlerfrei geführt werden.Für betriebliche Fahrten müssen folgende Angaben aufgezeichnet werden:amtliches Kennzeichen zu Beginn des Fahrtenbuchs, Datum jeder Fahrt,Kilometerstand zu Beginn und Ende jeder einzelnen betrieblich veranlasstenFahrt, Reiseziel (Straße und Ort), Reisezweck, aufgesuchte Geschäftspartner,bei Umwegen ist auch die Reiseroute aufzuzeichnen.Für Privatfahrten müssen folgende Angaben aufgezeichnet werden:Datum, Kilometerangabe. Für die arbeitstägliche Fahrt zwischen Wohnungund Arbeits-/Betriebsstätte muss aufgezeichnet werden:Datum, Kilometerstand, gefahrene Kilometer sowie kurzer Vermerk imFahrtenbuch, dass es sich um eine Fahrt zwischen Wohnung und Arbeits-/Betriebsstätte handelt. 1%-Methode Wird ein Fahrtenbuch nicht geführt, so ist die private Kfz-Nutzung nach dersog. 1%-Regelung zu ermitteln. Die private Nutzung beträgt hierbei 1% desauf volle 100 EUR abgerundeten Bruttolistenpreises des Herstellers imZeitpunkt der Erstzulassung ohne Abzug von Nachlässen und zuzüglich derKosten für die Sonderausstattung. Die private Nutzungspauschale gilt proMonat, unabhängig von dem Anteil der Privatnutzung bzw. den tatsächlichprivat gefahrenen Kilometern.BeispielBruttolistenpreis inkl. Sonderausstattung 50.000,00 € x 1% x 12 Monate =6.000,00 € für private Nutzung zu versteuern.Unfallkosten zählen seit 2011 nicht mehr zu den Gesamtkosten einesBetriebs-Kfz. Betragen die Unfallkosten tatsächlich oder nach Erstattungdurch eine Versicherung nicht mehr als 1.000 € (zzgl. USt) je Schaden, gilteine Bagatellregelung. Die Finanzverwaltung beanstandet es nicht, wenn diese Kosten als Reparaturkosten in die in einen betrieblichen und privatenNutzungsanteil aufzuteilenden Gesamtkosten einbezogen werden (R 8.1.Abs. 9 Nr. 2 Satz 12 LStR 2013). Im Ergebnis führt die Bagatellregelung bei Anwendung der 1 %-Methode dazu, dass die Unfallkosten bis zu einemBetrag von 1.000 € (zzgl. USt) nicht als zusätzlicher geldwerter Vorteilanzusetzen sind. Schätzungsmethode Rückwirkend ab dem 01.01.2006 wurde durch das Gesetz zur Eindämmungmissbräuchlicher Steuergestaltungen beschlossen, die private PKW-Nutzungfür alle Fahrzeuge, welche weniger als 50% betrieblich genutzt werden unddamit nicht zum notwendigen Betriebsvermögen gehören, nicht mehrpauschal mit 1% des Bruttolistenpreises je Monat besteuern zu „dürfen“.Sofern bei Ihnen die private Nutzung in der Vergangenheit mehr als dieHälfte betragen hat und Sie Ihre private Nutzung mit Hilfe der „1%-Methode“ berechnet haben und kein Fahrtenbuch geführt haben, könntediese Möglichkeit nun im Zuge der Gesetzesänderung erneut geprüft und dieFührung eines Fahrtenbuches eingeführt werden.Sofern Sie kein Fahrtenbuch führen möchten, müssen Sie dem Finanzamtjetzt anhand anderer Aufzeichnungen beweisen, dass Sie Ihr Fahrzeug zumehr als 50% betrieblich nutzen. Daher möchten wir Sie bitten, über einenZeitraum von 3-4 Monatenalle betrieblichen Fahrten mit Tachoanfangsbestand und Endbestandfestzuhalten.Ferner müssten Sie den Anfangsbestand zu Beginn des Messzeitraumes undam Ende des Messzeitraumes festhalten. Aus der Differenz derGesamtkilometer und der betrieblich gefahrenen Kilometer kann dannnachgewiesen werden, zu welchem Anteil der PKW betrieblich genutzt wird.Bitte bedenken Sie, dass Fahrten von Ihrer Wohnung zum Betrieb bei derPrüfung, ob es sich um ein betriebliches Kfz handelt, ebenfalls betrieblicheFahrten darstellen.Wird ein Privatfahrzeug teilweise für den Betrieb genutzt, so können gleichwohl die betrieblich bedingten Fahrten erfasst werden.Die Betriebsausgaben berechnen sich entweder mit der Pauschale von 0,30€ je gefahrenen Kilometer oder mit den anteiligen tatsächlichen Kfz-Kosten.




Arbeitszimmer ... ich arbeite auch von zu Hause aus. Kann ich mein Arbeitszimmer steuerlich geltend machen?


Grundsätzlich können Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer und die Kosten der Ausstattung als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Zu unterscheiden ist zwischen zwei Fällen (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG): Für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit steht kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung. In diesem Fall können Aufwendungen bis zu einer Höhe von 1250 EUR/Jahr geltend gemacht werden. Das Arbeitszimmer bildet den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit. In diesem Fall sind die Aufwendungen für Arbeitszimmer und Ausstattung unbegrenzt und in tatsächlicher Höhe absetzbar. In beiden Fällen (Abzug bis 1250 EUR bzw. Abzug in tatsächlicher Höhe) müssen die entstandenen Aufwendungen nachgewiesen werden. Für die Abzugsfähigkeit gelten unverändert folgende Kriterien zur Beschaffenheit des Arbeitszimmers: Wohnung und Arbeitszimmer müssen räumlich voneinander getrennt sein (etwa durch eine Tür oder Wand).
Dem Steuerpflichtigen und seiner Familie muss ein ausreichendes Raumangebot für ihre privaten Wohnbedürfnisse verbleiben.




Elterngeld ... fallen darauf Steuern an?


Für die meisten Eltern gehört die Geburt ihrer Kinder zu den schönsten Ereignissen. Erfreulicherweise gibt es für die junge Familie eine staatliche Unterstützung. Eine wichtige Neuerung in den letzten Jahren ist die Einführung des Elterngeldes. In den ersten 12 bis 24 Monaten nach der Geburt des Kindes können Eltern bis zu 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Elterngeld von der Familienkasse erhalten. Was viele Eltern nicht wissen: Elterngeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass die Steuerlast auf das übrige Einkommen im Jahr erhöht wird. Hierdurch kann es zu einer niedrigeren Steuererstattung oder sogar zu einer Steuernachzahlung kommen. Das Elterngeld muss in der Einkommensteuererklärung im Mantelbogen unter den Lohnersatzleistungen angegeben werden.




Entgeltersatzleistungen ... fallen darauf Steuern an?


Die meisten Entgeltersatzleistungen müssen in der Einkommensteuererklärung im Mantelbogen unter den Lohnersatzleistungen angegeben werden.
Hierzu gehören z.B. folgende Leistungen:
Arbeitslosengeld I
Kurzarbeitergeld und Saison-Kurzarbeitergeld Insolvenzgeld bei Insolvenz des Arbeitgebers Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz Mutterschaftsgeld und Zuschuss zum Mutterschaftsgeld Kranken-, Verletzten- und Übergangsgeld für Behinderte oder vergleichbare Lohnersatzleistungen Aufstockungsbeträge sowie Altersteilzeitzuschläge nach dem Altersteilzeitgesetz bzw. Beamtenrecht Leistungen zur Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmer durch die Agentur für Arbeit
etc. Obwohl diese Entgeltersatzleistungen an sich nicht steuerpflichtig sind, so werden diese zur Berechnung des persönlichen Steuersatzes, der auf das restliche Einkommen angewandt wird, herangezogen. Diese Lohnersatzleistungen unterliegen dem sogenannten Progressionsvorbehalt.




Steuererklärung ... besteht eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung?


Die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung ist in § 46 EStG geregelt. In folgenden Fällen müssen Arbeitnehmer eine Steuererklärung abgeben (wichtigste Punkte):

  • Es liegen Einkünfte vor, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen (Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Elterngeld, etc.) und 410 Euro übersteigen
  • Andere Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug liegen vor, z.B. Vermietung oder Verpachtung, von mehr als 410 Euro
  • Bei mehreren Arbeitslöhnen nebeneinander, also wenn die Lohnsteuerklasse VI abgerechnet wurde
  • Ehegatten haben die Steuerklassenkombination III / V oder IV mit einem eingetragenen Faktor gewählt und beide Arbeitslohn bezogen
  • Auf der Lohnsteuerkarte oder auf der Ersatzbescheinigung wurden Freibeträge eingetragen
  • Ehegatten wählen nicht die Zusammenveranlagung und möchten nicht die standardmäßige 50%ige Aufteilung für bestimmte Freibeträge. In diesem Fall müssen beide Ehegatten eine Steuererklärung abgeben.
  • Bei Sonderzahlungen und Wechsel des Arbeitgebers im selben Jahr, wenn der neue Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung die Vorarbeitgeberwerte nicht berücksichtigt hat
  • Die Ehe wurde geschieden bzw. durch Tod beendet, und einer der Ehegatten hat im selben Jahr wieder geheiratet




Handwerkerrechnungen ... welche Voraussetzungen sind für eine steuermindernde Berücksichtigung zu erfüllen?


Handwerkerrechnungen für Leistungen im eigenen Haushalt können in der Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich abgesetzt werden. Hierbei sind allerdings nur die Arbeitskosten (inkl. Fahrtkosten und Maschinenzeiten) abzugsfähig. Materialkosten können grundsätzlich nicht abgesetzt werden. Voraussetzung für den Abzug als haushaltsnahe Dienstleistung ist, dass die Leistung im eigenen Haushalt durchgeführt wurde, eine Handwerkerrechnung mit Ausweis der Arbeitsleistung bzw. Lohnkosten vorliegt und die Zahlung der Rechnung nicht in bar, sondern per Banküberweisung erfolgte. Sofern es sich bei der Handwerkerrechnung um Kosten für eine vermietete Immobilie zur Erzielung von Einkünften handelt, so ist die Handwerkerrechnung vollständig als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig.




Minijob ... muss dieser in der Steuererklärung erklärt werden?


Der Minijob ist grundsätzlich steuerfrei. Soweit Sie einen Minijob haben und höchstens 450 EUR brutto verdienen, müssen sie diesen nicht in der Einkommensteuererklärung angeben.




Abgabe einer Steuererklärung ... lohnt sich das für mich überhaupt?


Es ist durchaus möglich, dass Sie aufgrund der von Ihnen erzielten Einkünfte nicht gesetzlich verpflichtet sind eine Einkommensteuererklärung abzugeben. In vielen Fällen kann es sich jedoch lohnen, freiwillig eine Steuererklärung zu erstellen. Dazu zählen unter anderem:

  • Kapitaleinkünfte bei nicht ausgeschöpftem Sparerpauschbetrag
  • Steuerklasse IV/IV bei Ehepaaren / eingetragenen Lebenspartnerschaften
  • Jobwechsel im laufenden Jahr
  • Riesterrente
  • Kinderbetreuungskosten
  • Abfindungszahlungen
  • Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von mindestens 15 Kilometern
  • Außergewöhnliche Belastungen (Medikamente, (Zahn)arztkosten etc.)
  • Eheschließung oder Begründung einer Lebenspartnerschaft
  • Berufsbedingter Umzug
  • Sonstige Kosten im Zusammenhang mit dem Beruf, soweit über Werbungskostenpauschbetrag
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Gerne überprüfen wir für Sie in einem unverbindlichen Erstgespräch, ob die Abgabe einer Einkommensteuererklärung für Sie vorteilhaft ist.




Steuerklassenwahl ... welche Steuerklasse soll ich wählen?


Für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften stellt sich oft die Frage, ob sie die Steuerklassenkombination IV/IV oder III/V wählen sollen. Daneben besteht die Möglichkeit, von dem sogenannten Faktorverfahren Gebrauch zu machen. Während sich die Steuerklassen IV/IV grundsätzlich eher für Paare mit ähnlicher Einkommenshöhe anbieten, ist die Steuerklassenkombination III/V eher für Paare mit höheren Einkommensunterschieden sinnvoll. Durch das Faktorverfahren im Rahmen der Steuerklassenkombination IV/IV besteht die Möglichkeit, den monatlichen Lohnsteuerabzug möglichst genau an die tatsächlichen Einkommensverhältnisse anzupassen. Sowohl bei Steuerklassenkombination III/V als auch bei Anwendung des Faktorverfahrens ist die Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtend.




Kapitaleinkünfte (Zinsen etc.) ... wie werden diese besteuert?


Die Banken in Deutschland sind verpflichtet, von Ihren den Freistellungsauftrag übersteigenden Kapitaleinkünften eine Steuer (Abgeltungsteuer) in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlags und ggf. Kirchensteuer einzubehalten und direkt an die Finanzbehörden abzuführen. Damit müssen Sie diese inländischen Kapitaleinkünfte grundsätzlich nicht mehr im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung angeben (Abgeltungswirkung). Es kann allerdings für Sie vorteilhaft sein, diese dennoch im Rahmen der Einkommensteuererklärung zu berücksichtigen. Dies betrifft insbesondere Fälle, in denen Sie mit dem Freistellungsauftrag den Sparerpauschbetrag nicht vollständig ausgeschöpft haben oder Ihr persönlicher Steuersatz unterhalb von 25% liegt.





Kinder

Kinderbetreuung ... wie können die Kosten steuermindernd berücksichtigt werden?


Mit dem Gesetz zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen (Familienleistungsgesetz) wurde der Sonderausgabenabzug für Kinderbetreuungskosten neu gefasst und entsprechend erweitert. Darüber hinaus wurde durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 die steuerliche Berücksichtigung der Kinderbetreuungskosten vereinheitlicht und in den Bereich der Sonderausgaben integriert (neue Vorschrift: § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG) Im Wesentlichen wurden dabei jedoch die bisherigen Vorschriften (§ 9c Abs. 1 EStG) übernommen. Eine Unterscheidung zwischen erwerbsbedingten und ausbildungs-, krankheits- oder behindertenbedingten Kinderbetreuungskosten ist entfallen. Auch sind die persönlichen Anspruchsvoraussetzungen bei den Eltern (Erwerbstätigkeit, Krankheit, Behinderung) durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 entfallen. Als Sonderausgaben sind abzugsfähig: „Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Kindes, die wegen einer Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen anfallen, bei Kindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung in Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, höchstens 4.000 € je Kind.“ Ausgenommen sind weiterhin Aufwendungen für Unterricht, für die Vermittlung besonderer Fähigkeiten sowie für sportliche und andere Freizeitbetätigungen (siehe im Detail unten). Seit dem Veranlagungszeitraum 2008 ist eine Belegvorlage (Rechnung über die Aufwendungen) gegenüber dem Finanzamt (mit der Steuererklärung) nicht mehr Voraussetzung für den Steuerabzug. Nur auf Verlangen des Finanzamtes sind die Belege vorzulegen. Um welche Aufwendungen handelt es sich? Zu den als Sonderausgaben absetzbaren Aufwendungen gehören Ausgaben aller notwendigen Dienstleistungen zur Betreuung eines Kindes einschließlich der Erstattungen an die Betreuungsperson (z.B. Fahrtkosten), wenn die Leistungen im Einzelnen in der Rechnung oder im Vertrag aufgeführt werden. Dienstleistungen zur Betreuung sind u.a. (vgl. BMF Schreiben vom 19.1.2007 IV C 4 – S 2221-2/07, Tz. 1): die Unterbringung von Kindern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorten, Kinderheimen und Kinderkrippen sowie bei Tagesmüttern, Wochenmüttern und in Ganztagespflegestellen, die Beschäftigung von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und Kinderschwestern, die Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie ein Kind betreuen, die Beaufsichtigung des Kindes bei Erledigung seiner häuslichen Schulaufgaben Wird z.B. bei einer ansonsten unentgeltlich erbrachten Betreuung ein Fahrtkostenersatz gewährt, so ist dieser zu berücksichtigen, wenn hierüber eine Rechnung erstellt wird (BMF Schreiben, a.a.O Tz. 3). Nicht begünstigt sind die Aufwendungen für Unterricht (z.B. Schulgeld, Nachhilfe-/Fremdsprachen-Unterricht), die Vermittlung besonderer Fähigkeiten (z.B. Musikunterricht, Computerkurse) oder für sportliche und andere Freizeitbetätigungen (z.B. Mitgliedschaft in Sport- oder anderen Vereinen, Tennis-, Reitunterricht). Aufwendungen für die Verpflegung des Kindes sind nicht zu berücksichtigen; ebenso wenig Aufwendungen für Fahrten des Kindes zur Betreuungsperson. Eine Gehaltsreduzierung, die dadurch entsteht, dass der Steuerpflichtige seine Arbeitszeit zugunsten der Betreuung seiner Kinder kürzt, stellt ebenfalls keinen Aufwand für Kinderbetreuung dar. (BMF Schreiben vom 19.1.2007 a.a.O). Für Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren können Kinderbetreuungskosten in Höhe von zwei Drittel der Aufwendungen, höchstens 4000 EUR je Kind auch ohne die Erfordernis der Erwerbstätigkeit als Sonderausgaben abgezogen werden (§ 9c Abs. 2 Satz 4 EStG). Welche Eltern profitieren von der Steuerminderung? Der Sonderausgabenabzug steht grundsätzlich jenem Elternteil zu, der die Aufwendungen getragen hat und zu dessen Haushalt das Kind gehört. Tragen beide – unverheiratete -Elternteile Aufwendungen, kann jeder seine tatsächlichen Aufwendungen grundsätzlich nur bis zur Höhe des hälftigen Abzugshöchstbetrags geltend machen. Bei verheirateten Eltern, die beide erwerbstätig sind und die beide Aufwendungen für Kinderbetreuung getragen haben, sind die Aufwendungen - unabhängig von der Veranlagungsart - grundsätzlich bei der Einkunftsquelle des jeweiligen Elternteils zu berücksichtigen (BMF Schreiben a.a.O, Tz. 29). Darüber hinaus kann auch gegenüber dem Finanzamt eine einvernehmliche andere Aufteilung angezeigt werden, welche die Behörde dann im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten berücksichtigt (BMF Schreiben a.a.O, Tz. 11).





Umsatzsteuer

Umsatzsteuer ... was ist eine Dauerfristverlängerung?


Grundsätzlich ist die Umsatzsteuervoranmeldung bei monatlicher Abgabe jeweils zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt zu übermitteln und die Umsatzsteuerzahlung zu leisten. Das Finanzamt verlängert auf Antrag diese Frist um einen Monat. Das bedeutet, dass zum Beispiel die Voranmeldung für den Monat Februar nicht am 10. März, sondern erst am 10. April beim Finanzamt eingehen muss, die Voranmeldung für den Monat März am 10. Mai (usw.). In der Regel muss der Steuerpflichtige für die Gewährung dieser Fristverlängerung eine Sondervorauszahlung in Höhe 1/11 der letztjährigen Umsatzsteuerschuld leisten. Natürlich wird diese Sondervorauszahlung am Jahresende wieder angerechnet.





Betriebsprüfung

Muss eine schriftliche Prüfungsanordnung der Finanzbehörde vorliegen?


Die Prüfungsanordnung muss schriftlich vorliegen. Mündlich erteilt ist sie nichtig. Ohne Prüfungsanordnung darf der Steuerprüfer keine Prüfungshandlungen vornehmen und Sie sind nicht zur Mitwirkung und Duldung verpflichtet. Die Prüfungsanordnung, der voraussichtliche Prüfungsbeginn, Ort der Prüfung, Name des Prüfers und die zu prüfenden Steuerarten sind in einer Frist von 2 Wochen (Klein- und Mittelbetriebe) bzw.4 Wochen (Großbetriebe) bekanntzugeben.




Kann der Prüfungsbeginn verlegt werden?


Auf Antrag und unter Angabe wichtiger Gründe kann der Prüfungsbeginn verlegt werden.
Wichtige Gründe sind:

  • Erkrankung des Steuerpflichtigen
  • Urlaub oder Geschäftsreise des Steuerpflichtigen
  • andere Prüfungen (z.B. der Sozialversicherung)
  • saisonbedingte besondere betriebliche Auslastung
  • beträchtliche Betriebsstörungen durch Umbau, Umzug, Inventur, Messe
  • höhere Gewalt bzw. Betriebsstörung auf Grund höherer Gewalt (z.B. Brandschaden)
Der Verlegungsantrag ist nicht frist- oder formgebunden. Voraussetzung ist nur, dass der Prüfungstermin durch die Finanzbehörde festgesetzt ist und die Prüfung noch nicht begonnen hat. Hat sie bereits begonnen, kann nur noch die Unterbrechung beantragt werden.




Wie kann ich mich auf eine steuerliche Außenprüfung vorbereiten?


Eine sorgfältige Vorbereitung ist sehr wichtig.

  • Verträge, Urkunden usw. sollten vorher und nicht während der Prüfung zusammengesucht werden.
  • Vor der Prüfung sollten alle Mitarbeiter und Betriebsangehörige den Termin der Prüfung kennen und eine Auskunftsperson bestimmt werden. Alle Mitarbeiter müssen darauf hingewiesen werden, Fragen des Prüfers nicht zu beantworten, sondern ihn an den Steuerpflichtigen oder die Auskunftsperson zu verweisen.
  • Die Prüfungsschwerpunkte können beim Prüfer im Vorfeld erfragt werden.
  • Der Prüfer bereitet sich mittels Steuer- und Betriebsprüfungsakten auf die Prüfung vor, der Vorbericht steht dabei im Vordergrund. Die dort aufgezeichneten Schwachstellen wird der Prüfer erneut ins Visier nehmen und überprüfen, ob die seinerzeit aufgedeckten Unregelmäßigkeiten dauerhaft beseitigt wurden!
  • Der Prüfer wird Ihren Betrieb mit den Branchenrichtsätzen vergleichen. Sie sollten eine plausible Erklärung dafür abgeben können, wenn Ihr Betrieb aus dem Rahmen dieser Richtsätze fällt.
  • Die Vollständigkeit der Buchungsbelege ist ebenso wichtig wie die Beseitigung von kleinen gelben Haftnotizen auf eventuell noch nicht geklärten Vorgängen. Der Prüfer wird diese so gekennzeichneten Belege als besonders "prüfungsbedürftig" einstufen. Sollte der Prüfer an der Vollständigkeit der Aufzeichnungen zweifeln, ist die Umsatzverprobung ein gängiges Prüfungsmittel. Er ermittelt die Rohgewinnspanne aus den Einkaufs- und Verkaufspreisen (anhand betrieblicher Preislisten), mittels der er dann die gebuchten Umsätze mit dem Wareneinsatz verprobt. Stellt der Prüfer hier ein Missverhältnis fest, drohen Umsatzschätzungen oder sogar strafrechtliche Konsequenzen.
  • Barentnahmen und -einlagen werden ebenfalls genau unter die Lupe genommen und mit Ihrem privaten Lebensstandard verglichen. Geringe Privatentnahmen lassen den Prüfer "Schwarzgeld" vermuten, dass zur Finanzierung der privaten Lebensführung verwendet wird. Bei sehr hohen Privatentnahmen sind Konten in Liechtenstein, Luxemburg oder Schweiz in der Vorstellung des Prüfers naheliegend. Sie sollten auf Nachfragen des Prüfers vorbereitet sein und auch bei länger zurückliegenden Transaktionen wissen, wohin das Geld gegangen ist oder woher es kam. Die reiche amerikanische Erbtante oder der Gewinn im Spielkasino als Grund für einen plötzlichen Vermögenszuwachs überzeugt den Prüfer selten bis gar nicht.





Steuerhumor

verschollener Ehegatte ...


Wird der verschollene Ehegatte für tot erklärt, so gilt der andere Ehegatte als verwitwet.
(Urteil des BFH vom 17.12.1953)
und das FG Düsseldorf kam am 1.10.1970 zu folgendem Urteil:
Bei zwanzigjähriger Verschollenheit kann grundsätzlich vermutet werden, dass die Ehegatten dauernd getrennt leben.




Zitat ... Max M. Warburg (Privatbankier)


Ich bin Philosoph geworden. Das ist die einzige Methode, sich seine Freude, den Appetit und den Humor - einige wenige Dinge, die nicht versteuert werden - zu erhalten.




Vergleich .... Straßenverkehrsgesetzte & Steuergesetze


Wenn das Straßenverkehrsgesetz so kompliziert wäre wie unsere Steuergesetze, würde niemand mehr Auto fahren.
(Thomas Pfeiffer, Präsident des Sächsischen Finanzgerichts)




Es ist geöffnet ...


Wir bitten um Verständnis. (Schild an der Tür eines Finanzamtes)





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An den Brookwiesen 16

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Tel. (0 44 88)  52 702-0

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montags - donnerstags

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